Schneeschuhwanderung über den Feldberg, 18.01. - 21.01.2020

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Elf Personen trafen sich am Samstag vor dem Bahnhof in Stuttgart-Bad-Cannstatt. Alle waren pünktlich und so konnte man noch vor der geplanten Uhrzeit starten. An der Raststätte Schönbuch stieg eine weitere Teilnehmerin zu. Die Fahrt nach Todtnau verlief ohne Probleme und auf dem Parkplatz, nahe dem Busbahnhof gelegen, war aufgrund nicht so guter Bedingungen noch genügend Platz für unsere Autos.

Da Frau Holle leider vergessen hatte rechtzeitig ihre Betten zu schütteln, wurden die Schneeschuhe an den Rucksack geschnürt und los ging es in Serpentinen des Zauberwaldes hinauf zur Hasenhornhütte. Mehrere Aussichtspunkte ermöglichten uns den Blick nach Todtnau und den umliegenden Höhenzügen. Die Enttäuschung war für die Kaffeetrinker groß, dass die Hütte geschlossen hatte. Aber dann fuhr zur Überraschung der Wirt heran - wir waren einfach zu früh dran. Nach einer gemütlichen Rast stiegen wir empor zum Hasenhorngipfel mit seinem metallenen Aussichtsturm. Leider blieb uns die Sicht auf die Alpen verwehrt. Zurück auf den Hauptweg wanderten wir weiter durch den Wald bis in die baumfreien Almen des Gisiboden und zum Berggasthof Gisiboden, unserem ersten Etappenziel. Die Zimmer wurden bezogen und nach einer weiteren Kaffeepause machten es sich einige gemütlich und die anderen spazierten noch eine kleinere Runde, wo wir dann doch tatsächlich einige Altschneereste querten.

Leider hat der Schneefall am Abend nicht die gewünschte Schneemenge gebracht und so starten wir nach dem Frühstück wieder mit den am Rucksack befestigten Schneeschuhen. Zunächst auf breiten Forstwegen gemütlich schlendernd zum Bernauer Kreuz und weiter in Richtung dem Ort Feldberg zu bis zu unserem Abzweig, einem schmalen Waldpfad. Dieser Pfad ist nordseitig gelegen und es erwartete uns im stetigen auf und ab viele Wurzeln und Bachläufe. An einigen Stellen kamen die Schneeschuhe zum Einsatz, aber nicht, weil der Schnee zu hoch wurde, sondern wir benutzten sie als Steigeisenersatz auf dem gefrorenen Untergrund. Immer wieder gab es freie Lichtungen und so konnten wir auf unser Ziel von morgen, dem Feldberg, schauen. Wieder auf dem Forstweg angekommen ging es, teilweise auf den Skipisten des Fahler Loches, hinab zur Liftstation. Von hier sind es nur noch wenige Meter bis zum heutigen Endpunkt, dem Hotel Lawine. Nach einigen Saunagängen und einem vorzüglichen Abendessen lassen wir den Abend ausklingen.

Nach einem super Frühstück steigen wir direkt hinter dem Hotel hinauf zum Fahler Wasserfall. Vorbei an den Kaskaden, immer weiter hinauf durch den Wald wo nun endlich die Schneedecke höher wurde. Die Todtnauer Hütte lassen wir rechts liegen und wandern zur Wilhelmener Hütte. Nach dem Einkehrschwung u.a. mit Schwarzwälder Torte legen wir unsere Schneeschuhe an und wandern hinauf auf den Feldberg. Ein eisigkalter Wind pfeift uns um die Nase und der Nebel wurde stellenweise immer dichter. Erst als wir am Grüblesattel ankamen lichtete sich der Nebel etwas. Wir steigen entlang dem Fernskiwanderweg Schonach-Belchen hinab in das Quellgebiet der späteren Wuttach und einem Auerhuhngebiet. Einige hatten das Glück und sahen einen dieser Vögel. Bevor wir unser Quartier im Hisli, einem Ferienhaus des Raimatihofes beziehen, umrunden wir den nahegelegenen Feldsee.

Da uns der Raimatihof kein Frühstück angeboten hatte (Dienstag Ruhetag), gab es Tee oder mitgebrachten löslichen Kaffee und etwas aus dem Rucksack. Wir starten heute bei Traumwetter, aber wieder ohne Schneeschuhe, zu unserer letzten Etappe nach Hinterzarten. Vorbei an der Rufenhütte, entlang dem Westweg, gelangen wir zum Hof der Häuslebauer. Weiter am Mathisles-weiher vorbei zum Mathisleshof, dort waren wir angemeldet. Hier bekamen wir das ersehnte Frühstück. Trotz Ruhetag wurden wir bestens bewirtet. Dank dem tollen Wetter sitzen wir im Freien und genießen das selbstgebackene Brot, die Wurst und den Käse aus eigener Produktion. Gut gesättigt und mit Vesper für zu Hause ging es die restlichen zwei Kilometer zum Bahnhof nach Hinterzarten. Dank der Gästekarte war die Fahrt mit der Bahn und dem Bus zurück nach Todtnau kostenlos.

Die vier Tage gingen wie im Flug vorbei. Auch ohne großen Einsatz von Schneeschuhen im Winter war es eine schöne Auszeit. Super für uns Leiter war, dass keiner der Teilnehmer aufgrund Schneemangel abgesagt hatte.
 
Text: Elke Partsch
Bilder: Teilnehmer

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