Wandertraum Nordkalabrien, Juni 2021

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Nachdem die Corona-Pandemie diese Wanderreise im Jahr 2020 verhindert hatte, konnten wir (zus. 9 Pers.) in diesem Jahr endlich die seit 3 Jahren geplante Reise antreten.
Gleich die erste Wanderung führte uns von der Raganello-Schlucht hinauf nach Civita. Das kleine albanische Bergdorf ruht wie ein Adlernest über der Raganello-Schlucht und ist das Tor zum Pollino Nationalpark. Hier verbrachten wir 4 Nächte in 2 wunderschönen B&B‘s.
Insgesamt unternahmen wir 6 Wanderungen in dem seit 1993 bestehenden Nationalpark Pollino, der mit einer Fläche von fast 200 000 Hektar der größte Naturschutzpark Italiens ist.
Von dem Bergdorf Cerchiara di Calabria führte uns die nächste Wanderung mit einem Nationalpark-Guide auf den Monte Sellaro. Beim Abstieg besichtigten wir noch das Marienheiligtum Santa Maria delle Armi.
Oberhalb von Civita wanderten wir auf einen Grad und über den „Timba del Princcipe“ wieder Richtung Osten abwärts.
Zwischen unserem Standortwechsel machten wir eine kleine Flora-Wanderung auf der Grenze von Kalabrien und Basilikata. Start war am Colle dell Dragone auf 1606 m. Durch Wiesen und Buchenwälder erreichten wir das „Belvedere di Malvento“ mit Blick auf die umliegenden Ortschaften und das Ionische Meer. Am Abend erreichten wir das nächste Hotel in Diamante am Tyrrhenischen Meer.  
Nach kurzer Anfahrt am darauffolgenden Tag machten wir zunächst einen Stopp in dem wunderschönen Örtchen Orsomarso. Dann fuhren wir weiter am Fiume Argentino entlang.
Nun startete eine bezaubernde Wanderung über 7 Brücken des Silberflusses. Es folgte ein steiler, schattiger Aufstieg mit einem kurzen Ausblick auf die bewaldeten Berge, bevor es in einem Rundkurs zum Rif. Povera Mosca ging. Hier fand unsere Mittagspause statt.
Die letzte Wanderung im Nationalpark startete auf 720 m. Das Ziel war an diesem Tag das nicht bewirtschaftete Rif. Belvedere auf 1350 m mit einer kleinen Kapelle. Es war ein sehr steiniger, steiler aber auch interessanter Aufstieg. Wir machten wieder ein leckeres Picknick, bevor wir auf demselben Weg abstiegen.
Am nächsten Tag fuhren wir entlang der Westküste gen Süden nach Amantea, wo wir bereits die 1. Nacht verbrachten. Unterwegs gab es noch ein paar Sightseeing-Stopps.
Auch die Vortage hatten wir ein paar wunderschöne Städte bzw. Dörfer besichtigt. Bereits am 3. Tag fuhren wir in die Basilikata nach Matera, die Kulturhauptstadt von 2019. Es gab durch Corona noch keine Touristen, so dass wir das Stadtviertel Sassi (UNESCO-Weltkulturerbe) mit dem Stadtführer fast für uns alleine hatten. Außerdem besichtigten wir noch außer Orsomarso auch noch Maierà, den Wallfahrtsort Santuario di San Francesco di Paola, das wohl schönste Dorf Fiumefreddo Bruzio und das Castello vom Centro Storico Amantea.
Nun stand die letzte Bergtour von dem offiziellen Wanderprogramm an, bevor es dann weiter in den Süden ging. Der Gipfel des Monte Cocuzzo war das Ziel und so kam es, dass wir wieder einmal riesiges Wetterglück hatten. Es stürmte an diesem Morgen sehr kräftig, so dass wir bereits vom Strand aus den Gipfel sehen konnten. Auch als wir am Mittag oben standen, war kein Wölkchen zu sehen und wir konnten den 360° - Ausblick voll und ganz genießen.
Nun fuhren wir zum Capo Vaticano wo wir für 4 Nächte in einer kleinen Hotel-Anlage mit Pool einchecken. Am Nachmittag machten wir einen Spaziergang zu den zwei Belvedere am Capo Vaticano.
Am nächsten Tag war eine letzte, zusätzliche Wanderung auf dem Steilküstenpfad am Monte Sant Elia geplant. Es wurde ein wunderschöner Abstieg mit tollem Panorama hoch über dem Golf von Gioia.
Die letzten beiden Tage fuhren wir mit dem Zug einmal nach Scilla und einmal nach Tropea.
Dann hieß es einmal wieder Abschied nehmen von zwei wunderschönen Wochen im traumhaft schönen Calabria mit seinen zwei Meeren, den Buchenwäldern, Panzerkiefern, interessanten Aussichtsbergen, der herrlichen Flora, den Olivenhainen, den tollen Düften und den unvergleichlichen leckeren Speisen und von der hervorragenden Ellen von stupor mundi tours. www.stupormunditours.com
 
Text: Carola Baur
Bilder: Teilnehmer

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