Im wilden Westen: Wanderungen in der Eifel, 10.05. - 14.05.2018

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Am Donnerstag traf man sich zur gemeinsamen Anreise in Stetten. Nach entspannter Fahrt erreichten wir bereits um 11.00 Uhr unser erstes Ziel. Die Regenklamotten, welche wir gleich anzogen, benötigten wir nur kurze Zeit. Mit Blick auf den ersten Zipfel des Rurstausees begann unsere Wanderung. Im ständigen Auf- und ab genossen wir immer wieder die herrlichen Ausblicke auf das Rurtal und den Stausee. Nach etwas mehr als 8 km und 350 HM erreichten wir wieder Einruhr. Bevor wir die Weiterfahrt in das Standquartier - die Jugendherberge Burg Monschau - fortsetzten, stärkten wir uns in einem Kaffee auf der Sonnenterrasse. Nach dem Abendessen erkundeten wir noch das malerische Monschau. Toll sind hier die Fachwerkhäuser mit den Fassaden und Dächern aus Schiefer. Es war ein sehr schöner Tagesabschluss durch die engen Gassen zu schlendern.
 
Die Ortschaft Nideggen war unser nächstes Ziel. Über 22,2 km und 720 HM erkundeten wir das Herz der Rureifel. Es gab unzählige kleine Abstecher zu den Felsplatten und Türmen mit deren schönen Aussichtspunkten. Unzähligen Kletterrouten sind hier eingerichtet. Einige sogar an großen im Wald stehenden Hinkelsteinen. Unser Weg führte durch das „Hindenburgtor“ vorbei an vielen Stechpalmen und Farnen. Immer wieder hören wir die Pfeiftöne der im Tal fahrenden Züge. Mit einem Abstecher zum Schloss und einer kleinen Dorfbesichtigung verabschieden wir uns von Nideggen.
 
Heute, am 3. Tag, fahren wir in das nahegelegenen Belgien. Bei einer „Jahrhundertbrücke“ im Naturpark Hohes Venn beginnt die Wanderung zunächst auf langen geraden Wegen. Abwechslung bringen der schöne Baumbestand, Grenzsteine sowie unzählige kleinere Sehenswürdigkeiten. Typisch für dieses Gebiet der Eifel sind auch die Einzäunungen der Grundstücke mit kilometerlangen Buchenhecken. Am Bach La Statte angekommen beginnt eine einmalige Landschaft. Über viele kleine Brückchen, vorbei an der Cascade des Nutons und den Blauschieferfelsen wandern wir weiter zum Parkplatz Bellheid, wo wir eine gemütliche Rast einlegen. Dank unserer Teilnehmerin Barbara war die andere Sprache kein Problem. Der Weiterweg führt uns durch die Promenade de la Hoegne, eines der schönsten Täler Belgiens, zurück zur Jahrhundertbrücke -19,3 km, 380 HM.
 
Aufgrund des regnerischen Wetters, am nächsten Morgen, wird direkt von der Jugendherberge zu einer kleineren Wanderung gestartet. Bevor wir die Ortschaft Höhen erreichen wandern wir über welliges Gelände auf Waldpfaden an der Perlenbachtalsperre vorbei nach Höfen. Dort besichtigen wir ein Museum, welches aufgrund „unser Dorf soll schöner werden“ errichtet wurde. Hier erfahren wir vieles über die Eifel. Der Weiterweg führt uns durch das sehr schöne Örtchen vorbei an mit Reed gedeckten Häusern und sehr hohen Buchenecken, welche auch in 5 m Höhe noch akkurat geschnitten sind. Bevor wir uns im „Cafe zum Roten Haus“ in Monschau niederlassen steigen wir noch zur Hallerruine auf und kaufen Reisepräsente im Senfmuseum ein. Nach erlebnisreichen 15 ½ km und 450 HM erreichen wir die Jugendherberge.
 
Am Heimreisetag hing der Nebel in Monschau und der Umgebung nahezu am Boden. Mit einem Stück Hoffnung auf besseres Wetter verabschieden wir uns von den Leitern der gut geführten Jugendherberg und fahren ein Stück Richtung Heimat. Immer wieder sehr dichter Nebel und keine Besserung in Sicht. Ab dem Nürburgring wurde es etwas besser. Am Ausweichpunkt zur nächsten Wanderung, dem Laacher See, angekommen schien es, als ob die Sonne doch noch eine Chance hat. Wir wandern um den Laacher See, besteigen den Lydiaturm mit herrlichem Blick über den See, besichtigen den Basaltlavastrom, die Kohlendioxidquellen, die alte Bimsgrube, den Fulberstollen und die Klosterkirche Maria Laach. Nach 9,8 km und 164 HM steigen wir ins Auto und fahren zurück ins Schwabenland. Nach einem kleinen Stau und mehreren Regengüssen erreichen wir glücklich und zufrieden unser Stetten.
 
Text: Elke Partsch
Bilder: Teilnehmer

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